Sich vom Wohnen ein Bild zu machen, ist Teil des Wohnens. Mit der aufziehenden Moderne rückt ab 1800 das Wohnen in die Mitte okzidentaler Gesellschaftspolitiken. „Wohnen“ als soziale, räumliche und kulturelle Organisation von Leben wird in einem vielgliedrigen Netz von Aussagen eingerichtet: von Recht bis Geschlecht, von Hygiene bis Haushalt, von Konsum bis Körper, von Gestaltung bis Moral, von Gemeinschaft bis Individuum. Das dazu Gesprochene, Geschriebene und Gezeigte bildet ein Argumentationsnetzwerk, das mit Medien hervorgebracht wird.