„Als ich 1956 nach Kambodscha zurückkehrte, war es für mich eine ergreifende Wiederentdeckung, unsere Baudenkmäler der Vergangenheit in neuem Licht zu sehen. Es wäre wohl sicher am leichtesten gewesen, sich mit den exzellenten Beispielen der [französischen] Beaux-Arts-Baumeister zu begnügen und ihren vorgezeichneten Pfaden zu folgen. Aber diese Lösung hätte nicht in die aktuelle nationale Strömung gepasst, in der sich mein Land gerade in der Affirmation seiner Khmer-Identität befand. Also fand ich es ganz natürlich, mit ganzem Eifer von unseren angkorianischen Meistern zu lernen [que je me suis mis à l’école des maȋtres angkoriens]. […] Zu den Ursprüngen zurückzukehren […] meinte hier aber nicht, einfach die künstlerischen Schöpfungen der angkorianischen Vergangenheit zu reproduzieren, sondern sich von ihnen inspirieren zu lassen, sie quasi zu übersetzen, sie den neuen Realitäten anzupassen.