ARCH+ 222


Erschienen in ARCH+ 222,
Seite(n) 54-57

ARCH+ 222

Transformationsdesign

Von Beucker, Nicolas /  Bos, A.P. (Bram) /  Grin, John /  Rammler, Stephan

In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich im Zuge der Debatte um den Klimawandel ein breiter Konsens entwickelt, dass unsere Gesellschaften große Transformationen durchlaufen müssen, um die Klimakatastrophe abzuwenden. Wie dies gelingen soll ist aber unklar. Dafür ist das Ergebnis der Weltklimakonferenz von Paris 2015 symptomatisch: Es besteht Konsens über das Ziel, aber wie es erreicht werden kann und soll, blieb unbeantwortet.

Bei der Suche nach Antworten – gleich ob für Top-down- oder Bottom-up-Lösungen – spielt die Frage nach der Gestaltung dieser Veränderungen eine wichtige Rolle. Daher wird Design sowohl von Natur- als auch von Gesellschaftswissenschaftler, die sich für nachhaltige Transformationen engagieren, als unverzichtbares Werkzeug angesehen. Hinzu kommt, dass sich mehr und mehr Designer mit ihren Theorien, Konzepten und Projekten auf Fragen der Nachhaltigkeit beziehen. 2004 prägte der britische Design Council den Begriff des „Transformationsdesign“, der sich seitdem mehr und mehr etabliert hat. Bislang ist dieser Diskurs eine heterogene und fragmentierte Suchbewegung, in der es neben vielen eher realitätsfernen oder auch oberflächlichen, gar modischen Positionen einige substantielle Ansätze gibt, von denen wir hier drei aus unterschiedlichen Disziplinen exemplarisch vorstellen möchten: Nicolas Beucker ist Industriedesigner, Stephan Rammler arbeitet als Soziologe, Mobilitäts- und Zukunftsforscher, John Grin als Politikwissenschaftler, A.P. (Bram) Bos ist Philosoph und Biologe. ...

 

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