ARCH+ 222


Erschienen in ARCH+ 222,
Seite(n) 126-127

ARCH+ 222

Intro: Gestalten von Situationen

Von Oswalt, Philipp

Räume und gesellschaftliche Situationen zu gestalten bedeutet, Handlungsrahmen für verschiedene Akteure zu schaffen, in denen sie interagieren und handeln. Während die klassische ArchitekturAvantgarde noch darauf abzielte, idealen Lebensformen in baulichen Strukturen Form zu geben, hat sich das Verständnis von Gestaltung inzwischen gewandelt. Aneignung und Gebrauch spielen eine zentrale Rolle bei der Ausgestaltung von Alltagspraktiken.

Und auch der Gestaltungsprozess selbst hat sich geändert: Der Gestalter steht heutzutage im intensiven Austausch mit anderen, sei es in Form eines kritischen Dialogs, sei es in Form von Koproduktion. Die bisherigen Trennungen zwischen Gestalter und Nutzer, Produzent und Konsument, Mensch und Natur lösen sich zunehmend auf. Gestaltungsprozesse zielen auf Transformationen, ohne finale Endzustände zu definieren. Sie sind gezielt, aber zukunftsoffen.

 

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