ARCH+ 222


Erschienen in ARCH+ 222,
Seite(n) 10-11

ARCH+ 222

Synopse: Lebensreform

Von Oswalt, Philipp /  Minten-Jung, Nicole

Basierend auf der Kritik an der modernen Zivilisation, konkret an den Folgen von Industrialisierung und Technisierung, realisieren kleine autarke Gemeinschaften seit Mitte des 19. Jahrhunderts alternative Lebenspraktiken. Gemeinsames Ziel ist die Rückkehr zu naturgemäßem Leben, beginnend mit Alltagspraktiken des Wohnens, Essens, Arbeitens, Feierns und Liebens. Mit dem Ziel einer gerechteren Wirtschafts- und Sozialordnung werden Freiwirtschafts- und Bodenreformbewegung gefördert. Die Lebensreformbewegung prägt sich in vielfältigen Formen aus, von Theosophie und Anthroposophie über die Bodenreformbewegung bis hin zu Künstlergemeinschaften wie Monte Verità, Worpswede und Bauhaus. Sie ist überwiegend bürgerlich dominiert.

Im Diskurs um gesellschaftliche Transformation spielen alternative Lebenspraktiken weiterhin eine wichtige Rolle. Meist sind die heutigen Ansätze weniger esoterisch-religiös oder ganzheitlich als sachlich-rational geprägt, sie zeigen aber immer Alternativen zu den etablierten Praktiken der Konsumgesellschaft auf. ...

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