ARCH+ 222


Erschienen in ARCH+ 222,
Seite(n) 16-21

ARCH+ 222

Dornacher Antroposophenkolonie

Von Steiner, Rudof /  Minten-Jung, Nicole

Anhänger des Vordenkers der Anthroposophie, Rudolf Steiner (1861–1925), errichten die Siedlung zwischen 1913 und 1924 in Dornach, südlich von Basel. Auf dem hügeligen Gelände gruppieren sich neben den von Steiner selbst entworfenen Wohnhäusern Seminarbauten, ein Heiz- und Transformatorenhaus und weitere Privatbauten um das auf einer Anhöhe gelegene Goetheanum, den zentralen Gemeinschaftsort der anthroposophischen Bewegung. Gemäß Steiners Parole „Der Bau wird Mensch“ fügen sich die Gebäude metamorphosisch-organisch in die Umgebung ein und verweisen als Einzelbauten wie auch in ihrer Gesamtheit auf die gemeinsame Idee.

Auch wenn er Einfluss auf Lage und Gestaltung der privaten Wohnhäuser nimmt, so soll die Freiheit jedes einzelnen Mitgliedes in ausgiebigstem Maß gewahrt bleiben. Die Kolonisten wollen „ihrem“ Goetheanum und dem bewunderten Rudolf Steiner nahe sein. Steiner formuliert als Voraussetzung für die Aufnahme in die Gemeinschaft die ideologische Zugehörigkeit zur Anthroposophie. Die Anhänger seiner Lehre kleiden sich bevorzugt in einfach geschnittene Gewänder aus natürlichen Materialien. Nacktbaden oder gar Freikörperkultur werden jedoch strikt abgelehnt. Die Anhänger der Anthroposophie verzichten auf Alkohol und legen Wert auf natürliche Ernährungsweisen. Vegetarismus ist kein Muss, gilt aber als erstrebenswert. ... 

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