ARCH+ 211/212


Erschienen in ARCH+ 211/212,
Seite(n) 72-80

ARCH+ 211/212

Ich war Dr. Zelt. Frei Otto über Anpassungsfähigkeit, Ökologie und Ökonomie im Bauen / I Was Dr. Tent. Frei Otto on Adaptability, Ecology, and Economy in Architecture

Von Otto, Frei /  Escher, Cornelia /  Förster, Kim

In unserem Interview möchten wir zwei Leitthemen verfolgen: das anpassungsfähige und das ökologische Bauen. Bereits in der Nachkriegszeit verfolgten Sie Ansätze, die sich mit der Wiederverwendung von Materialien befassen und somit eine Art Wurzel beider Themen bilden.

Sie beziehen sich sicher auf eine meiner frühesten Veröffentlichungen über den Hintermauerungsziegel. Das muss Ende der 1940er Jahre gewesen sein.

Es gab in den 1950er Jahren noch eine weitere Publikation von Ihnen, "Das ungeheizt schon warme Haus", das die Frage der Energieersparnis durch die Nutzung der Sonnenenergie behandelt.

Das Prinzip könnte ich Ihnen am Beispiel meines Ateliers, in dem wir gerade sitzen, vorführen. Wenn jetzt die Sonne schiene, wäre es hier in zehn Minuten warm, ohne Heizung. Das ist ein sogenanntes Passivhaus. Heute ist es nicht mehr so interessant, weil die aktive Nutzung der Sonnenenergie große Fortschritte gemacht hat. Ich habe bereits in meiner Diplomarbeit von 1952 eine passive Solarsiedlung in Berlin-Waidmannslust zum Thema gemacht. ...

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In our interview, we would like to focus on two central issues: adaptable and ecological architecture. As early as the post-war years, you were developing techniques that incorporated the reuse of materials, representing something of a foundation for both of those fields.

You must be referring to one of my earliest publications about backing masonry. That must have been the late 1940s.

In the 1950s, you published other articles, such as "Das ungeheizt schon warme Haus" [The unheated, yet warm home], which explores the question of energy conservation through solar energy.

I could demonstrate the principle using the example of the studio that we’re sitting in right now. If the sun began to shine, it would be warm in here in ten minutes without any additional heating. That’s a so-called passive house. That’s not as interesting today as it once was, because the active use of solar energy has made such progress. I investigated the issue of passive solar housing in my Diplomarbeit [graduate thesis] in 1952, with a design for such a housing estate in the Berlin neighborhood Waidmannslust. ...

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