Das Neue Amt Altona in Hamburg verbindet die Sicherung eines bestehenden, bezahlbaren Kreativstandorts mit dem Neubau eines genossenschaftlich getragenen Coworking-Spaces und einer öffentlichen Erdgeschosszone für Gastronomie, Veranstaltungen und nachbarschaftliche Nutzungen. Initiiert vom Architekturbüro Common Agency und betahaus Hamburg entsteht so ein sozialökologischer und kollaborativer Arbeitsort, der sich im gemeinschaftlichem Eigentum seiner Nutzer*innen befindet. Als Modellprojekt zeigt das Neue Amt Altona, wie urbane Produktions- und Arbeitsorte langfristig gesichert, selbstverwaltet und gemeinwohlorientiert entwickelt werden können.
Zugleich steht das Projekt für eine neue Generation von Architekturschaffenden, die ihre architektonische Praxis über klassische Planungsrollen hinaus erweitern und mit genossenschaftlicher Organisation, Projektentwicklung und stadtpolitischem Engagement verknüpfen. Im Mittelpunkt dieser Praxis steht die Frage: Wie lassen sich solche Modelle verstetigen und skalieren? Und wie können sie zu einem relevanten Baustein einer neuen Raumproduktion werden? Welche Rolle spielen Architekt*innen, um diese Praxis konsequent zu erweitern?
Im Anschluss an das Gespräch mit dem Architekten Julian Meisen, der Genossenschaftsleitung Feena Fensky, dem Genossenschaftsmitglied Regina Marxen und der Leiterin des Amts für Landesplanung und Stadtentwicklung Hamburg, Brigitte Scholz, moderiert von Anh-Linh Ngo (ARCH+), finden Führungen durch das von Common Agency und Felix Dechert Architekten neu fertiggestellte Gebäude statt.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Einlass ab 18 Uhr.
Eintritt frei, Anmeldung über das Formular.